Umfrage: Six Sigma Anwender wünschen sich kürzere Projektdauer

Umfrage: Six Sigma Anwender wünschen sich kürzere Projektdauer

Six Sigma ist als Methode etabliert, Unternehmen und Anwender sind gleichermaßen zufrieden mit den jeweiligen Projektergebnissen. Gleichzeitig wünschen sie sich aber eine kürzere Projektdauer. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage unter den Mitgliedern des European Six Sigma Club Deutschland e.V. (ESSC-D), des im deutschsprachigen Raum größten Interessensverbandes der Six Sigma Methodik.

Die Befragten kommen aus unterschiedlichen Branchen wie Chemie, Elektrotechnik, Maschinenbau, Feinmechanik, Optik und Telekommunikation. Für die Zukunft wünschen sie sich eine stärkere, langfristig strategische Verankerung von Six Sigma in den Organisationen. Gefordert werden zudem Lösungen für Innovationsthemen sowie im Bereich von Forschung und Entwicklung.

„Die Umfrage zeigt, dass Six Sigma einen festen Methodenstellenwert hat, und an welchen Themen wir künftig arbeiten müssen“, sagt Dieter Szemkus, Vorstandsvorsitzender des ESSC-D. Die Mehrzahl der Befragten setzen in ihren Organisationen mehrere Prozessoptimierungsmethoden ein, neben Six Sigma sind das vor allem Lean und KVP. Einsatzbereiche von Six Sigma sind insbesondere Produktion, gefolgt von administrativen Bereichen, Supply Chain Management (SCM) und Arbeitsvorbereitung. Ziele sind dabei Qualitätsverbesserung, Kosteneinsparung sowie Verbesserungen der Logistik. In der Regel ist der Einsatz in den Unternehmen auf ein bis zwei Bereiche begrenzt, der Verband sieht hier weiteres Potenzial durch eine Ausweitung auch auf andere Einsatzgebiete.

Die Ergebnisse der Umfrage zu Six Sigma könne Sie hier einsehen:

Mitgliederbefragung des European Six Sigma Club Deutschland e.V.

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Über den Autor:

Michael Kierdorf
Six Sigma Master Black Belt, Systemischer Coach und Change Manager Lehrbeauftragter für Projektmanagement an der Hochschule Koblenz Vorstandsmitglied und Pressesprecher des Europäischen Six Sigma Club e.V. (ESSC-D) Produktionsleitung Optik, Jos. Schneider Optische Werke

Ein Kommentar

  1. Jan W 19. Mai 2017 um 11:56 Uhr - Antworten

    Interessant! Die Frage ist natürlich ob die Methoden von six sigma generell sehr Zeitintensiv sind oder ob die Abläufe in vielen Firmen schlanker gehalten werden könnten. Also in anderen Worten ob das Problem an der Methode oder den Anwendern liegt. Es handelt sich ja hier um ein Set an Methoden, das oft in seiner Komplexität unterschätzt wird.
    Gerade deshalb gibt es ja sogar ganze Unternehmen, die sich primär auf das Lehren dieser Techniken spezialisiert haben (siehe etwa Alphadi).
    Ich finde es in jedem Fall sehr gut und wichtig, dass genau diese Studien durchgeführt werden!

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