Moin zusammen,bei uns in der Firma kreisen Ideen den Krankheitsstand der MA durch eine Geldprämie zu senken. Sprich: Wer wenig (gar nicht) im Jahr krank ist bekommt am Jahresende XX Euro. Diejenigen die oft krank sind bekommen dann nichts.
Was haltet ihr von dieser Idee?
Gruß: Mr.Idea
Antworten:
Ganz ehrlich finde ich total schwachsinnig.
Das heißt alle gehen so weit es geht in die Arbeit auch wenn sie krank sind und stecken dann noch mehr an ob ihr auch damit was gutes tut weiß ich nicht !
Gruß QS-Mieze
null,nix! :(
erklärung schicke ich dir heute abend
gruß
hacki
"das ist ein walversprechen. das muß man nicht halten!" käpt'n blaubär, der weiseste bär des universums
Krankhaft! Siehe Mieze. Warum nicht gleich die schöne, neue Microsoft-Welt.
Behandle die Leute gut, so daß sie emotional an die Firma gebunden sind und zahl' ihnen eine Gewinnbeteiligung, damit sie bei allem, was sie tun, darauf achten, denselben nicht zu schmälern.
Wenn Ihr einen Krankenstand deutlich über Branchendurchschnitt habt, kann man den konkreten Ursachen nachspüren und sie eventuell abstellen. Wenn er im normalen Rahmen ist, würde ich gewissen Führungspersönlichkeiten sanft auf die kleinen Unterschiede zwischen Menschen und Robotern hinweisen.
Schöne Grüße
Frank
PS: Nach Deinen bisherigen Beiträgen halte ich Dich nicht für so blöd, daß Du das alles nicht selber weißt. Was um Gottes Willen geht ab bei Euch???
Hallo!
Beispiel aus einer irma:
10 % des Gewinnes werden an die Belegschaft verteilt. Das Jahr hat Beispielsweise 220 Arbeitstage, davon werden 30 Urlaubstage abgezogen und die 10 % auf diese Tage verteilt. Daraus errechnet sich der Tagessatz für jeden Mitarbeiter. Davon ausgenommen sind selbstverständlich Krankheitstage durch Arbeitsunfälle. Diese Firma hat ihren Krankenstand von 5,4 auf 2,2 % verringern können und alle sind zufrieden. Natürlich wird man es nicht jedemn recht machen können, ber Erwachsene Menschen sollten soviel Grips und Verantwortungsgefühl haben, das sie wissen, wann sie zur Arbeit gehen sollen und wann eben nicht. Die Auszahlung kann man natürlich auch auf das Quartal festlegen, so hat man schon eher was davon. Und ja, der Unternehmer kann diese Zahlen manipulieren, macht aber nicht wirklich viel Sinn.
Gruß
Michael
Hallo zusammen,
ich halte diese Idee für kontraproduktiv. Sicher kann man so nominell die Prozentzahl senken. Allerdings wird der Firmenerfolg dadurch gefährdet.
Ein einfaches Beispiel sind Erkältungen. Ein Mitarbeiter kann (gesunden Menschenverstand vorausgesetzt) entscheiden, ob er mit Husten, Schnupfen, Heiserkeit zur Arbeit geht oder nicht. Nur ist diese Entscheidung noch von vielen anderen Faktoren außer dem Grad der Erkältung abhängig.
Zum Beispiel könnte der Mitarbeiter die Befürchtung haben, durch ein Fehlen Nachteile zu bekommen. Wenn es eine Prämie für Anwesenheit gibt, dann hat der Mitarbeiter den finanziellen Nachteil. Es kann allerdings genauso ein taktischer Nachteil sein unter dem Motto "Der Meierbär ist niemals krank, sehr zuverlässiger Mitarbeiter. Den können wir auf keinen Fall entlassen!"
Daneben hast Du das Altersproblem: Ältere Arbeitnehmer sind anders krank als jüngere. Wenn sie fehlen, dann länger. Damit bestraft eine Anwesenheits-Prämie das Alter eines Mitarbeiters. (Frag mal Tim Gerdes zur Erkrankungs-Häufigkeit, der hat da sehr gute Zahlen und eine hervorragende Software, mit der man solche Strukturen darstellen kann.)
Zusätzlich können gerade verschleppte "harmlose" Erkrankungen langfristig sehr viel teurer für die Firma werden. Eine verschleppte Erkältung kann z. B. eine Herzmuskel-Entzündung nach sich ziehen, die dann a) langwieriger und b) teurer für das Unternehmen wird. Abgesehen davon sinkt durch verschleppte Erkrankungen die Planungssicherheit für ein Unternehmen.
Wenn sich ein Mitarbeiter trotz Krankheit entscheidet zur Arbeit zu gehen, kann er die Kollegen anstecken. Wir hatten vor nicht allzu langer Zeit die Noro-Grippewelle. Teilweise mussten ganze Schulen geschlossen und desinfiziert werden, damit überhaupt ein Unterricht wieder möglich war.
Und aus noch 1000 weiteren Gründen, die nichts mit dem Grad der Erkrankung selbst zu tun haben, sind Anwesenheits-Prämien für ein Unternehmen und die Mitarbeiter schädlich.
Last but not least: Anwesenheit ist etwas anderes als Produktivität. Jeder von uns weiß, dass die Leistungsfähigkeit sinkt, wenn ich mit einem verschnupften Kopf versuche zu denken. Ich krieg zwar meine Prämie, weil ich anwesend bin, leiste aber nur einen Bruchteil dessen, was ich in gesundem Zustand leisten könnte. 1-2 Tage wirklich ausruhen und danach wieder durchstarten bringt dann mehr als 7 Tage mit einer Teil-Leistungsfähigkeit durchschleppen.
Deshalb stimme ich QSMieze, hackilein und Frank Hergt uneingeschränkt zu: Prämien für die Anwesenheit zu zahlen sind schwachsinnig und für das Unternehmen schädlich.
Viele Grüße
Barbara
_____________________________________
Ich fühle, dass Kleinigkeiten die Summe des Lebens ausmachen.
(Charles Dickens, Schriftsteller)
Noch zwei Nachträge:
Mir ging's letztes Jahr im Frühjahr eine Woche lang mies. Abgeschlagen, Watte im Kopf, usw. Kein Fieber, also in die Firma geschleppt. Die Entscheidungen, die ich in der Zeit mit meinem Döskopp getroffen habe, wären der Firma besser erspart geblieben.
Vor 4 Jahren hatten wir in einem sehr guten Produktionsteam 5 Rückweisungen von der (zum Glück aufmerksamen) Qualitätskontrolle hintereinander. Was war los? Auftragslage gut, Fertigung überlastet, Liefertermintreue schlecht - und dann hat eine der Damen sich entschlossen, trotz Fieber zu kommen, um die Kolleginnen nicht hängen zu lassen. Leider war sie halt trotzdem zu krank für die Arbeit. Damals gab's dann von oben die offizielle Ansage: Wer krank ist, geht bitte nach Hause. Und die direkten Vorgesetzten sorgen dafür!
Schöne Grüße
Frank
"There's no problem too great for running away from it!" (Charlie Braun)
Hallo Mr. Idea,
dieses Thema ist sehr vielschichtig, da es verschiedene Varianten gibt, z.B.:
1.) wer krank ist, ist krank und bleibt zuhause => Prämie nutzt nichts
2.) wer blau machen will, ist nicht krank und kommt daher =>Prämie nutzt was
3.) wer krank ist, geht arbeiten und steckt andere an oder verschlimmert seine Krankheit => Prämie verschlimmert alles
4.) ...
5.) ...
Es kommt darauf an, was man will.
Gruß msb
wer die Wahrheit sucht, wird sie finden
Hi!
Leider kenne ich Firmen, die so agieren......
Es gibt aber auch die Möglichkeit, bei branchenunüblichen Ausfällen der MA, sich eine Statistik von der Sozialversicherungsstelle/ Krankenkasse schicken zu lassen. Diese ist natürlich nicht auf die einzelnen MA heruntergebrochen (schon gar nicht auf Namen), sondern macht eben eine Statistik welche Krankheiten wie oft und wie lange im Beobachtungszeitraum aufgetreten sind.
Das Unternehmen hat dann die Möglichkeit gezielt nach möglichen beeinflussbaren Paramentern zu suchen und so die Krankenstände zu reduzieren.
Erwartet euch aber nicht zu viel, die ......
Edit: ;-).....Streuung ist groß!
Systemmanager :-)
geändert von - Systemmanager on 17/01/2008 14:14:42
Hallo!
Da ich ja mit meinem Betrag wohl nicht auf Zustimmung treffe, hier noch ein paar Daten:
In dieser besagten Firma, gab es nachweislich Mitarbeiter, die sehr gerne mal an einem Montag oder Freitag ein Tag krank gemacht haben. Spitzenreiter brachten es auf 30 Tage im Jahr. Diese Fehltege gibt es heute nur noch im geringstem Umfang. Die Mitarbeiter sind aber noch in Firma, haben einen Arbeitsplatz und kriegen zusätzlich zu allen Entgelten (Lohn, Weihnachts- und Urlaubsgeld) eine zusätzliche Prämie, die durchaus einige Hundert Euro im Jahr ausmachen kann. Wenn jemand eine Woche krankfeiert (Erkältung etc.) verzichtet er gerade mal auf ca. 26 ? (brutto) Dieses System rechnet sich nur über das Jahr und hat in dieser Firma alle Ziele erreicht.
Berechnung: 100000? Jahresgewinn (10%), 100 Mitarbeiter, 190 Arbeitstage, max. Prämie: 1000 ? DIES IST EINE BEISPIELRECHNUNG!!
Gruß
Michael
Hallo zusammen,
ich seh das anders: Klar könnt ihr so ne Prämie ausfrufen, nur steht das Thema "Diskriminierung" dann recht schnell im Kummerkasten.
Denk an Asthmatiker, Chronische, Wegeunfall etc.
Möglichkeiten sind dem AG eher über "Krankheitsüberprüfung durch den Betriebsarzt in begründeten Einzelfällen" gegeben. Das wirkt auch recht schnell durch die Buschtrommeln..
Grüße,
Christoph
Sapere aude! Kant den schon jemand? :-)
Hallo Michael,
im Rahmen von Erkältungen würde ich nicht von krank*feiern* reden (s. o. Herzmuskel-Entzündung). Ich weiß nicht, wer von Euch sich noch an die vorherige(?) Fußball-Saison erinnern kann: Damals brachen zwei Fußballspieler auf dem Platz tot zusammen, eben weil sie trotz Erkältung nicht krank*gefeiert* haben.
Bei den Blaumachern denke ich, dass die motivierendere Strategie die ist, die Frank Hergt schon angesprochen hat: Suche nach den Ursachen und beseitigen dieser. Auch ein Blaumacher, der zur Arbeit kommt, leistet nur einen Bruchteil dessen, was er unter besseren Umständen zu leisten in der Lage ist.
Und übrigens: Mittlerweile gibt es Gegenden, in denen es sogar zuverlässig arbeitende Hilfskräfte mangelt. In Unternehmen, in denen es eine erhöhte Blaumacher-Quote gibt, gibt es auch einen Grund für dieses Blaumachen. Diese Gründe liegen selten alleine und ausschließlich innerhalb des Mitarbeiters.
Firmen, die - statt das Umfeld zu verbessern - versuchen, mit Druck ihre Mitarbeiter zum arbeiten zu kriegen (und sei es nur "sanfter" Druck über Prämien), werden in Zukunft immer mehr Schwierigkeiten haben, ihre Mitarbeiter zu halten. Und das ist bei den demografischen Aussichten definitiv ein echtes Produktionsrisiko, weil die Ressource Mitarbeiter in den nächsten Jahren in Deutschland ein wirklich knappes Gut wird.
Bei diesem Risiko ist es ziemlich egal, wie hoch die Prämie ist oder wie sie berechnet wird. Die Frage ist, wie ein Unternehmen mit Problemen umgeht (Druck vs. Lösung) und womit es langfristig besser fährt.
Viele Grüße
Barbara
_____________________________________
Ich fühle, dass Kleinigkeiten die Summe des Lebens ausmachen.
(Charles Dickens, Schriftsteller)
Michael,
dafür gilt das gleiche wie für jede andere Prämie, die an Einzelwerten und nicht am Erfolg des Gesamtunternehmens hängt: Es KANN gutgehen. In den wenigen Fällen, wo es jemand schafft, abgestimmt auf den jeweiligen, speziellen Fall, einen Anreiz zu schaffen, der gerade so stark ist, daß er das Verhalten wirklich beeinflußt, ohne schon Überschwinger, Lokaloptimierungen usw. herbeizurufen. Die schlechten Beispiele sind dermaßen massiv in der Überzahl, daß ich davon immer die Finger lassen würde. Das Risiko wäre mir einfach zu groß.
Wenn das Unternehmen insgesamt gesund ist, gibt es auf Freitag-krank-Werder genug Gruppendruck. Ansonsten würde ich darauf den Vorgesetzten individuell loslassen. Wenn Du WIRKLICH faule Eier im Körbchen hast, zeigt sich das nicht nur an einer Stelle.
Schöne Grüße
Frank
"There's no problem too great for running away from it!" (Charlie Braun)
Hallo zusammen,
da schaut man mal ein paar Stündchen nicht in sein geliebtes Forum rein udn ZACK hat man eine riesen Rückmeldung.
Erstmal vielen Dank für die vielen Bedenken/ Anregungen.
Meine Persönliche Meinung trifft in etwa was msb geschrieben hat.
Im Kern geht es in dieser Geschichte nämlich darum nicht den wirklich kranken MA zu Schaden sondern die "Blaumacher" zu senken.
Hier ist eher der Part der Motivation oder Arbeitsplatz Ergnomie zu betrachten.
Wie schon gesagt ich halte von so einer Prämie ebenfalls nichts.
Gott sei dank kam die Idee nicht von "oben".
Werde diese Idee dem entsprechenden MA schnell ausreden bevor diese sich wirklich verbreitet. Jetzt hab ich ja genug Argumente.
Danke nochmal.
Gruß: Mr.Idea
Hallo:
Zitat eines Arbeitswissenschaftlers: "Wir haben mehrere Verkehrsbetriebe untersucht und festgestellt, dass jeder Abteilungsleiter, wenn er gewechselt ist, seine Krankenquote mitgebracht hat."
Das sagt nach meiner Meinung alles zum Thema "Senkung der Krankenquote durch Geld".
Die Wahrscheinlichkeit, die Quote zu senken ist eher gering, die Wahrscheinlichkeit, Unzufriedenheit bei wirklich kranken zu erzeugen geht dagegen gegen 100%.
Ich würde dazu raten, das Geld in Führungskräfteseminare zu investieren (Dazu kann ich gerne einen Vorschlag mit Adresse machen). Und in eine Beratung bezgl. alternsgerechte Personalentwicklung. Für letzteres stehe ich natürlich gerne zur Verfügung ;-)
Evolution ganz einfach erklärt: Erst waren da Amöben, die, die sich am besten an die Umweltbedingungen angepasst haben, wurden dann zu Affen und kurz dannach wurde das Qualitätsmanagement erfunden (frei nach "Das Dilbert-Prinzip
Hi, Mr. Idea,
Du: "bei uns in der Firma kreisen Ideen den Krankheitsstand der MA durch eine Geldprämie zu senken".
Quacksalberischer Versuch einer Notlösung.
(Quacksalber bekämpfen das Symptom. Sie wählen dazu das beste Wundermittel, das woanders schon mal funktioniert hat.
Aber sie können nicht prüfen, ob die anliegende Situation auch dieselbe ist.
Die Quacksalberei im Heilwesen wurde von den Medizinern verdrängt. Die waren weit erfolgreicher, indem sie eben nicht das Symptom bekämpften, sondern sich die Mühe machten, erst mal die Ursache zu diagnostizieren und dann diese zu bekämpfen.
Die Quacksalberei wurde verdrängt, wir finden sie noch auf dem Psychoquacksalbermarkt, wo wohl auch diese schaurige Idee herkommt.)
Nee, wenn schon, dann diagnostiziere die Ursachen für den zu hohen Krankenstand.
Alles andere ist Ärztepfusch, äh, Fehltherapie.
Hinweis zur Diagnose: Nimm die FMEA. Wende sie auf das Produkt an "der gesunde Mitarbeiter soll sich entscheiden, lieber zur Arbeit zu kommen" Welche Einflußfaktoren könnten diesem Entschluß entgegen stehen?
Geht auf der Rückseite eines gebrauchten Briefumschlages in 5 Minuten, der geschulte Geist erkennt schneller, als er liest.
Dann bist Du einen Schritt weiter, und dann unterhalten wir uns über die Therapie der schlimmsten Ursachen.
Ciao
Wolfgang Horn
P.S. Die quacksalberischen leichten Lösungen sind heute alle ausgeschöpft. Die schweren Probleme von heute sind mit diesen nicht mehr zu lösen. Wer sie trotzdem lösen will, der tue den Schritt vom Quacksalber zum Arzt.
geändert von - Uhu on 18/01/2008 03:44:20
Hallo,
ich seh das Ganze nicht so negativ. Bei uns wurde solch eine Prämie eingeführt. Bisher habe ich keine Zombies durch den Betrieb schleichen sehen mit offenem Rücken und chronischer Herzmuskelentzündung :-), davon gehört hab ich auch nicht. Auch vor Einführung dieser Prämie sind die Mitarbeiter mit einer Erkältung zur Arbeit erschienen aus Angst vor einem Jobverlust falls man zu "oft" krankheitsbedingt fehlt. Diese Angst überwiegt bei weitem dem Anreiz der einmaligen Prämie.
Der Krankenstand ist gesunken, jedoch wurden neben dieser Prämie auch ander Maßnahmen ergriffen die auch ihren Einfluß haben, wie z.B. persönliche Gespräche mit mutmaßlichen Blaumachern.
Ich kenne die oben genannten Argumente und teile sie größenteils, bei uns jedoch sind sie nicht nachzuvollziehen.
Gruß, Bernd
Hallo Bernd,
"chronischer Herzmuskelentzündung :-), davon gehört hab ich auch nicht."
Dann hörst du jetzt davon: Eine Freundin hat sich auf Grund einer wochenlang verschleppten Erkältung (War halt immer so viel zu tun..) vor einigen Jahren mit Mitte Zwanzig eine Herzstörung eingehandelt und wird ihr Leben lang Herzrhythmusstörungen behalten.
Gruß
Evereve99
"Organisation?" schrie Ford. "Organisation? Was für eine restlos bekloppte Bezeichnung für einen Laden wie den hier!"
Douglas Adams
Servus,
meine Güte, was für ein langer Thread...
Bei uns gibt es 2 Prämien: 50 ?, wenn das Abteilungsziel (x Krankheitstage zusammen) erreicht wurde, sowie weitere 50 ? wenn die einzelne Person ohne Krankheitstage ist, abzüglich 10 ? für jeden Krankheitstag.
Summarisch wirkt das ganze eher demotivierend, da bei vielen die Fahrtkosten für eine Woche Arbeit schon 50? übersteigen und das Abteilungsziel in den letzten 5 Jahren nie erreicht wurde.
Mir ist es lieber, wenn die Leute (grad bei Kopfschmerzen/Fieber) eher zu Haus bleiben, da es bei uns (Medizinprodukt Kl. 3, viel Handarbeit) sehr auf Konzentration ankommmt...
Was die Herzmuskelschwäche angeht: genau so einen Fall habe ich im Bekanntenkreis auch. Der arme Kerl war erst 2 Jahre später wieder voll einsatzfähig.
mfg
Rainaari
Hallo Bernd,
ein guter Freund von uns ist eben wegen dieser Sache (Herzmuskelentzündung, ausgelöst durch einen verschleppten grippalen Infekt) vor zwei Jahren im Alter von 35 Jahren verstorben. Er hatte nur ein wenig Fieber, eine starke Erkältung und ein paar Wochen später war er tot. Gut, dass es sowas in Deiner Firma (noch) nicht gibt! Unser Freund war selbständig und hatte eine kleine Firma. Bei Selbständigen mit kleinen Betrieben kommt sowas wohl öfter vor, denn die haben meist keine Zeit, eine Krankheit auszukurieren. Ein anderer Freund, auch selbständig in einem 1-Mann-Betrieb und knapp 40 Jahre alt, wäre letztes Jahr beinah an einer Lungenentzündung gestorben, weil er wegen seines neu aufgebauten Geschäftes eine Erkältung in seinem Laden und nicht zuhause im Bett ausgesessen hat. Dann war er letztendlich drei Wochen im Krankenhaus und noch Monate danach klapprig.
Wenn ich noch ein bisschen nachdenke, fallen mir dazu noch ganz viele Personen ein. Der gesunde Menschenverstand gebietet es einfach, wenn man krank ist, auch mal zu Hause zu bleiben und die Sache auszukurieren. Danach ist man schnell wieder 100% fit und kränkelt nicht wochenlang vor sich hin. Was soll also so eine Prämie?
Okay, ich bin Beamtin, wir ticken ja angeblich sowieso anders. Trotzdem: wir haben in unserer Abteilung ein super Arbeitsklima und wir bleiben alle nur so lang zu Hause, wie es unbedingt nötig ist, schon deshalb, um die Kollegen nicht hängen zu lassen. Und da liegt der m. E. Schlüssel.
Gruß
Entchen
Hallo,
ich halte die sache auch für völlig sch.... !
Ich habe selber mit ständigen rückenscherzen weiter gemacht denn: DAS UNTERNEHMEN MUSS JA LAUFEN !
Was habe ich davon ?
12 wochen krankgeschrieben, 4,5 wochen reha und zum schluss, wahrscheinlich meinen job WEG.
Also leute wer KRANKGESCHRIEBEN wird sollte auch zu hause bleiben. Klar gibt es diese berühmten montage oder auch freitage, aber in der regel schreiben zumindest gute ärzte auch nicht mehr so schnell krank.
Gruß
Stefan
"Lernen ist wie Rudern gegen den Strom. Sobald man aufhört, treibt man zurück."
Hallo Stefan!
Jetzt mach ich mich mal richtig unbeliebt.
Nach dem Prämienbeispiel von mir, würdest Du, trotz fast 17 Wochen Krankenschein, immer noch 558? Prämie bekommen. Das System war und ist eine freiwillige Leistung des Arbeitgebers. Sonst kriegt jeder selbstverständlich da was im Vertrag bzw. Tarifvertrag steht weiterhin gezahlt. Wer Krank feiern muss (leider!!!) der macht das auch weiterhin. Also was soll daran falsch sein? Wer sich Krank zur Arbeit schleppt, macht das mit oder ohne Prämie. Und wer da nicht seine Grenzen kennt, ist es selber schuld.
Gruß
Michael
und welchen sinn hat dann die prämie?
und was hilft mir die prämie, wenn ich in 2 jahren meinen arsch zukneife, weil ich um der prämie willen und um das tageziel der abteilung zu erreichen mich mit insuffizienzen auf arbeit schleppe?
gruß
hacki
"das ist ein walversprechen. das muß man nicht halten!" käpt'n blaubär, der weiseste bär des universums
Hallo!
Sie dient dazu, um die Leute die eben nicht krank sind, aber krank feiern, davon abzuhalten. Übrigens finde ich es sehr bedenklich, wenn in diesem Zusammenhang gleich von Todesfällen gesprochen wird. Ich bin der Meinung mann sollte bei einer Diskussion die Kirche im Dorf lassen. Oder weiß irgendjemand der darüber berichtet, das es wirklich zum Todesfall kam, weil der jenige nicht krank gefeiert hat? Das medizinische Fachwissen würde ich bewundern, denn gesagt ist so was sehr leicht. Und nochmal, wer krank ist, kann auch krank feiern. Wenn der Arbeitgeber diese Prämie zahlen will, was spricht dagegen? Du bist doh nicht gezwungen für dieses System zu arbeiten.
Gruß
Michael
einem arzt traue ich genug medizinisches fachwissen zu, und wenn dieser vor den gefahren warnt und einen entsprechenden fall als beispiel hat (junge frau, paarnzwanzig, urplötzlich verstorben, der staatsanwlt stand vor der tür, weil evtl häusliche gewalte eine rolle gespielt haben könnte, autopsie brachte dann die herzmuskelentzündung aufgrund verschleppter erkältung zutage), werde ich dieses beispiel (unter einigen anderen) auch weitergeben.
und wer krank ist, ist krank und feiert nicht krank! mit diesen äußerungen werden kollegen gerne von kollegen und vorgesetzten sehr unkollegial unter druck hesetzt.
gruß
hacki
"das ist ein walversprechen. das muß man nicht halten!" käpt'n blaubär, der weiseste bär des universums
Dagegen spricht das schon von hccv beschriebene Prinzip der Gleichbehandlung. Es werden mit einer solchen Prämie die Leute benachteiligt, die chronische Krankheiten haben, ältere Mitarbeiter, Mitarbeiter die körperlich schwerere Aufgaben erfüllen und im Übrigen auch Eltern, die sich wegen Krankheit eines Kindes krankschreiben lassen müssen.
Das ganze ist für mich ein ziemlicher Verhau und auch moralisch ziemlich verwerflich.
Wenn ich jemanden bezahlen muss, damit er nicht krankfeiert, dann stimmt doch was im System oder beim MA nicht. Ich jedenfalls hätte keine Lust, Krankfeiern im Nachhinein dadurch zu belohnen, dass ich eine Prämie fürs nicht Krankwerden einführe.
Gruss,
medi
"und wer krank ist, ist krank und feiert nicht krank! mit diesen äußerungen werden kollegen gerne von kollegen und vorgesetzten sehr unkollegial unter druck hesetzt"
Dann müssen diese Leute auch das Risiko eingehen, das der Mitarbeiter sie ansteckt (Erkältung, Magen Darm etc.)Selber schuld!
Um es mit den Worten aus einem der Beiträge zu schreiben: Dann stimmt etwas in der Firma nicht. Da hat das von mir vorgeschlagene Prämiensystenm nichts mit zu tun, wenn Leute so behandelt werden.
Gruß
Michael
Hallo erstmal,
muss das Ganze mal wieder mit etwas Humor würzen:
"Lieber einmal freitags oder montags krank,
als ein lebenlang tot!"
und
"Lebe jeden Tag so, als ob es dein letzter wäre"
Gute Zeit!
Qualyman - Qualitäter aus Überzeugung und Leidenschaft, auch wenn´s mal Leiden schafft!
info ad quality minus first dot de
Ja hallo,
hier ging ja noch mal ganz schön die Post ab. Und das an einem Freitag, an dem normal ziemliche Flaute herrscht.
Aber das ist ja oft so, wenn es verschiedene Standpunkte in einer heiklen Sache gibt.
Das Traurige an dem ganzen Thema ist die Tatsache, dass es nur ums liebe Geld geht. Und dafür - wie oft üblich - verkauft so mancher alles Mögliche (und oftmals auch seine Gesundheit).
Die Firma will mehr Geld machen, indem man die Krankheitsquote senkt und die Mitarbeiter wollen mehr Geld machen, indem sie kaum krank sind (auch wenn sie krank sind), damit sie die Prämie erhaschen.
Der beste Weg hierbei ist es, sich nicht vom teuren Euro leiten zu lassen, sondern von dem oft in anderen Threads erwähnten GMV.
Wer seinen gesunden Verstand einsetzt, weiß genau, wenn er im Krankwerden ist oder schon krank ist, ob er zur Arbeit gehen kann, soll, oder muss oder eben nicht.
Aber wer ist heute noch vernünftig ...
Soweit meinerseits zu diesem Thema für heute.
Gruß msb
wer die Wahrheit sucht, wird sie finden
Hallo!
Das Schlusswort gefällt mir. Und dabei sollten wir es auch belassen.
Gruß
michael
Soll ich die Brandfackel werfen ?
Ich arbeite in einem Betrieb, in dem es einen entsprechenden Bonus gibt, und ich finde ihn gut: wer weniger als 3 Tage im Jahr krank ist, erhält einen Bonus,gestaffet nach Kranktagen.
Effekt: Wer richtig krank ist,ist länger weg. Aber diese Aktionen "Mein Mann nimmt heute seine Grippe" sind weg. Die Leute nehmen dann lieber einen Gleittag.
Hallo Hirschberger,
d.h. dein Betrieb arbeitet nach folgendem Motto in Kurzfassung:
1.) richtig Kranke => Pech gehabt => keine Prämie
2.) falsche Kranke (Blaumacher) => ausgebremst => keine Prämie
3.) sehr gesunde Personen => Glück gehabt => Erhalt der Prämie
Auch eine Variante, ich sagte ja schon, in diesem Bereich kann man viel machen, je nach Lust und Laune, Geldbeutel und Gedankengut.
Wenn ihr damit zurechtkommt, Glückwunsch.
Gruß msb
wer die Wahrheit sucht, wird sie finden
Guten Morgen zusammen,
nun ja man sollte vielleicht auch mal drauf schauen ob die kranken vielleicht durch die Arbeitsumgebung enstehen.
Seit dem ich in eine andere Abteilung versetzt worden bin bin ich auch immer wieder krank liegt daran das die Kollegin immer schwitzt und lüftet wie eine blöde ich sitze am Fenster und unter der Klimaanlage.
Das Problem habe ich bereits mehrmals angesprochen aber im großen und ganzen ist nix passiert. Mir gefällt es auch nicht wenn ich ständig mit einer dicken Erkältung daheim bin und noch die Familie mit ansteck.
Schöne Woche zusammen
Was kann ich dann dafür wenn keine Abhilfe geschaffen wird ?
Gruß QS-Mieze
Hi, Mieze,
Du: "Seit ...versetzt worden bin...
Das Problem habe ich bereits mehrmals angesprochen aber im großen und ganzen ist nix passiert...."
Du erzähltst hier von zwei Problemen - erstens, daß man dich im Regen stehen läßt, bzw. im Zug.
Zweitens - lese ich die Anmekung zur Unfairneß heraus oder ist das meine wilde Phantasie?
Egal, die Unfairneß halte ich für das schlimmere Übel. So, als hielte man Dich für das 5. Rad am Wagen.
Was könnte die Ursache sein? Was müßte gegebe sein, damit Du als Retterin und Heldin hofiert wirst?
Ciao
Wolfgang Horn
... in Portugal ist es - meiner Informationen nach - von Gesetzes wegen so: zwischen 28 und 25 Tagen Urlaub gestaffelt nach Anwesenheitsquote
---
Hohle Gefässe geben mehr Klang als gefüllte. Ein Schwätzer ist meist ein leerer Kopf. <August von Platen>
---
>> Den Orignalbeitrag finden Sie in unserem Diskussionsforum <<
Weiterführende Informationen: