Hallo,
wo liegen die Vorteile eines CAQ-Systems?
Antworten:
Hallo sonne,
diese frage hängt davon ab, wie breit man ein solches System nutzen will.
Je komplexer die ganze software ist, um so mehr kann man mit ihr administrative aufwände, statistische Berechnungen, FMEA, regelkreise schliesen, dokumentieren und Auswertung von Prüfungen etc. etc , mit einem minimum von Aufwand betreiben.
Zudem hat man alle Daten in einer zentralen Datenbank gespeichert und muss nicht in tausend Ecken und Programmen mühsam alles suchen gehen
Gruss Carlos
Hallo Carlos,
vielen Dank für deine Antwort.
Hatte meine Doku´s bisher in einem klar strukturiertem Ablagesystem abgelegt, jedoch in verschiedenen Programmen. War auch nicht wirklich ein Problem. Es muß doch gravierende Vorteile bei einem CAQ-System geben, da viele Firmen diese nicht ganz billige Investition tätigen.
Was spricht eindeutig dafür...?
Gruß Sonne
Hallo Sonne,
Carlos hat schon diverse Vorteile aufgezählt.
Aus meiner Sicht der wichtigste Vorteil ist, dass unterschiedliche Daten über eine Software erreichbar und verknüpfbar sind. Du kannst also alles ziemlich schnell und gut auswerten. (Wichtig ist natürlich, dass Dir die Software dazu auch wirklich taugliche Auswertealgorithmen bietet und das zu prüfen ist dann nicht mehr trivial)
Hinzu kommt bei diversen Programmen die spezielle Vergabe von Rechten sowie die Möglichkeit auf diesem Wege die Eingabemöglichkeiten von verschiedenen Messstellen zu steuern.
Gruß aus dem nasskalten Norden
QMarc
Hallo Sonne, also wenn ich dein zweites Posting richtig interpretiere, willst du CAQ "nur" zum Domumentenmanagement nutzen? Ich meine, da unterforderst du wohl doch die meisten Systeme.
Für weitergehende Q-Aufgaben wie Datenhaltung und Auswertung siehe Carlos' Posting bietet sich das ganze schon eher an.
Gruß,
Dieter
Hallo Sonne!
Ein Hauptvorteil: Ein geregeltes Versionsmanagement bzw. Änderungswesen für die Vorgabedokumente. Wir haben in unserem CAQ-System Größenordnung 10.000 Prüfpläne. Wenn man die als Office-Dokumente von Hand verwalten müßte, könnten wir Leute einstellen. Wie viele Dokus hast Du denn?
Schöne Grüße
Frank Hergt
Hallo zusammen,
brauche nochmals Hiiiiiiiiilfe!!!!!!!!
Habe vor drei Wochen in einem neuen Unternehmen angefangen.
Zu diesem Zeitpunkt wurde auch ein CAQ-System angeschafft in welches derzeit sämtliche Daten der WE-Kontrolle eingepflegt werden. Momentan werden ALLE Wareneingänge (40-50St/Tag)prinzipiell an 5 Teilen geprüft?????????????
Da ist natürlich nicht der Norm entsprechend, weis auch jeder und dennoch wirds so gemacht und im Frühjahr 2006 soll die TS eingeführt werden.......
Ich finde das einen unwahrscheinlichen Meßaufwand mit welchem 4-5 Kollegen den ganzen Tag beschäftigt sind!?!?!?!
Meine Frage nun an Euch:
Wenn z.B. die Stichprobengrößen nach AQL hinterlegt würden, wie würde dann bei einer sehr großen Lieferlosgröße der Stichprobenumfang aussehen ohne daß ich Stunden mit der Messung verbringen muß?
Welche Alternativen zu AQL stehen noch zur Verfügung???
Ich danke Euch jetzt schon.
Gruß Sonne
Hallo Sonne,
euer CAQ Programm hat doch auch sicherlich die Möglichkeit einen Prüfumfang und Intervall von Hand vorzugeben.
Hier Könnte eine Skip- Lot Prüfung weiterhelfen.
Teile die ohne Reklamationen in der letzten Zeit von Euch geprüft wurden kommen ins Skip-Lot Verfahren. Dadurch ist der Prüfaufwand viel geringer. Außerdem kannst du noch bei jeder Lieferung v. Lieferanten ein Werksprüfzeugnis verlangen.
Damit hast du zwei Nachweise:
Einmal das Weksprüfzeugnis v. Lieferanten das er Prüfungen an der Lieferung vorgenommen hat, und die Lieferung i.O. ist.
Zweitens kannst Du nachweisen das am Artikel
bei Euch in der letzten Zeit keine Reklamationen in der WE- Prüfung festgestellt wurden. Und deshalb erfolgt eine Prüfung nach Skip-Lot Verfahren.
Im Skip-Lot Verfahren werden natürlich Reklamationen aus Euerer Fertigung mit berücksichtigt.
Bei Euerer WE- Prüfung macht Ihr ja auch nur eine Stichprobe.
Fehlerhafte Teile tauchen evtl. überwiegend in Euerer Fertigung auf, und evtl. Fehler die Ihr in der WE- Prüfung garnicht kontrolliert habt.
Oder verlangt euer Kunde eine AQL Prüfung des WE bei euch, wo ja die zu prüfende Menge auch von der Anzahl der gelieferten Teile abhängt?
Aber eigentlich kann der Kunde euch nicht vorschreiben wie Ihr euere Produktion absichert. Wichtig ist das der Kunde I.O. Teile bekommt.
Und für Reklamationen beim Lieferanten hast du ja sein Werksprüfzeugnis und Euer Stichprobenverfahren nach Skip-Lot.
Gesetzlich und auch nach ISO, VDA, und TS
habe ich noch nicht gehört das ein reduzierter Prüfaufwand in Skip-Lot Vefahren unzulassig ist.
Tschüß
Hallo Marco444,
vielen Dank für Deine Antwort.
Ich bin da ganz Deiner Meinung, jedoch ist man hier in den letzten Jahren nicht ganz mit der Zeit gegangen und vieles befindet sich im Dornröschenschlaf.
Ich selbst kenne das Skip Lot Verfahren auch noch nicht, habe bislang nur mit Ship to Stock zu tun gehabt.
Kannst Du mir verraten wo die Unterschiede liegen?
Bis dann mal....
Gruß Sonne
Hallo Sonne,
Ship to Stock = Anlieferungsware geht bis auf eine Identprüfung ungeprüft ins eigene Lager. Also ohne WE- Prüfung.
Voraussetzung = Sehr guter Lieferant, fast keine Fehler die in der eigenen Fertigung auftauchen. Schriftliche Vereinbarung mit Lieferanten.
Skip-Lot = Eigene Festlegung der Prüfintervalle und Stückzahlen in der WE-Prüfung um d. Prüfaufwand und Kosten zu senken. Rückinfo aus der eigenen Fertigung
falls die Lieferung ungeprüft war und n.i.O. Teile gefunden wurden. Danach erfolgt eine veschärfte Prüfung laut Skip- Lot Festlegung.
Dieses Verfahren könnte je Lieferant oder je Artikel angewendet werden.
Schau mal in dein Postfach. Dort ist unser Skip Lot Verfahren.
Falls noch Fragen bitte melden.
Tschüß
Hallo Marco444,
Vielen Dank für Deine Antwort, Du haßt mir vorerst mal sehr geholfen.
Jetzt muß ich die Überzeugungsarbeit leisten aber so wie die ersten Reaktionen waren schauts mit der Einführung eines solchen Systems nicht ganz schlecht aus. Sind zumindest offen für Veränderungen/Verbesserungen.
Meld mich bei Bedarf wieder....
Gruß Sonne
Hallo Sonja,
du solltest auf jeden Fall mit Einsparrungen
argumentieren. Das ist immer gut.
Viel Glück.
Hallo Marco444,
hab da doch nochmal ne Frage.
Hab mir jetzt im I-Net noch zusätzlich einige Info´s zu diesem Thema gesucht und musste feststellen, daß sich der Stichprobenumfang für die einzelenen Prüfstufen (normal/reduziert) auch auf die AQL-Werte bezieht.
Wenn ich z.B. einen WE mit 10.000 Teilen habe und nach AQL 0,065 / Prüfniveau 1 prüfe hätte ich eine Stichprobe von 80 Teilen.
Da ist man doch den ganzen Tag beschäftigt!
Brauche da unbedingt etwas anwendbares, denn ich kann mir nicht vorstellen das nur ich diese Probleme habe.
Bis dann
Gruß Sonne
Hallo Sonja,
wer verlangt bei euch eine Prüfung nach AQL?
Wieviel Prüfungen Länge, Breite u.s.w. erfolgen je Teil bei euch?
Ist klar bei 3 bis 5 Prüfwerten je Teil x 80 Prüflinge ist der Tag um.
Beispiel von uns:
Identprüfung beim jedem Entladen. Gewicht, Menge i.O. Verpackung i.O. u.s.w. durch Lagerpersonal (Staplerfahrer).
Wir bekommen Losgrößen von 36 bis 2000 Teile.
Falls nach Skip-Lot geprüft werden muß, werden 5 Teile ins Labor gebracht.
Dort erfolgen 3 Prüfungen je Teil = 15 Prüfwerte. Werte i.O. = Freigabe. Zeitaufwand ca. 30 min. Bei 6 WE am Tag = 3 Std. Prüfaufwand. Die andere Zeit werden die Prüfer für Kontrollgänge oder andere QS Tätigkeiten von mir eingeteilt.
Die anderen Teile es können ja bis zu 1995 sein gehen in die Fertigung. Dort erfolgen wie ja normal Werkerselbstkontrollen statt.
Diese erfolgen mit Sichtkontrolle, Einbaukontrolle u.s.w. alles auch Stichprobenartig je 3 Std. oder je Schicht.
Diese eigene Festlegung ist im Handbuch und in VA und AA beschrieben.
Wir können durchgeführte Prüfungen belegen ob im WE oder in der Fertigung.
Reklamationen an Lieferanten erfolgen durch WE-Prüfungen oder Reklamationen aus der Fertigung.
Wo hast du damit ein Problem?
Legt Ihr eueren machbaren, kostensparenden
Prüfumfang doch selber fest.
Oder möchtest du euere 10 000 Teile alle prüfen?
Schrottlieferanten werdet ihr ja nicht haben, falls Ihr Statistiken und Lieferantenbewertungen habt oder?
Falls noch Unklarheiten bitte melden.
Tschüß
Hallo nochmal,
natürlich möchte ich einen sehr minimalen Prüfaufwand,jedoch wurde bei der letzten Auditierung genau dies beanstandet.
Die Abweichung war: (Verhältniss n.i.O.)
100 Teile WE = 5 Teile prüfen
10.000 Teile WE = 5 Teile prüfen
Wenn ich jetzt den Ablauf nach Skip-Lot vorlege, kann dies ja dann nicht mehr beanstandet werden, vorausgesetzt ich kann es argumentieren, richtig?
Weiterhin befinden sich auf fast allen Zeichnungen ca. 5-7 Prüfmaße, welche auch bei der WE-Kontrolle geprüft werden.
In wie weit kann ich dies reduzieren?
Kannst du mir evtl. die VA und AA zur Ansicht senden?
Gruß Sonne
Hallo Sonne,
zu Punkt 1
Um evtl. deinen Auditor entgegenzukommen der ja evtl. beim nächsten Audit wieder der gleiche ist folgender Vorschlag:
Skip Lot einführen und dabei eine Staffelung mit einbringen.
1. Jeder Lieferant oder Artikel wird nach
der Skip Lot Regelung von euch geprüft.
2. Die Anzahl der Prüfteile ergeben sich
aus folgender innerbetrieblichen Regelung.
Skip Lot Prüfung und Anzahl der Prüfteile.
Beispiel:
Bis 100 Teile WE = 1 Prüfteil.
Von 101 bis 1000 Teile WE = 3 Prüfteile.
Von 1001 bis 5000 Teile WE = 5 Prüfteile.
Von 5001 bis 10000 Teile WE = 7 Prüfteile.
Über 10001 Teile WE = 8 Prüfteile.
U.S.W.
Damit solltes du auch einen Auditor zufrieden stellen. Du hast ja dafür Argumente
Prüfkosten senken, Zeiteinsparrung, und keine
höheren Reklamationen aus der Fertigung seid
Einführung von Skip Lot.
Punkt 2
Du hast ja jetzt schon sehr viel Prüfaufwand und Kosten durch Skip Lot eingespart. Ob hier noch zusätzlich die 5-7 Prüfmaße reduziert werden sollten mußt du entscheiden und dir Fragen stellen.
Wie oft haben wir fehlerhafte Prüfmaße?
Welche Prüfmaße sind es?
Welche Kosten sind innerbetrieblich dadurch entstanden?
Und das wichtigste. Sind Reklamationen des Kunden mit Kosten, Nacharbeit u.s.w. entstanden?
Scheinbar habt Ihr auch einen großen Prüfaufwand und Kosten die Prüfmaße zu ermitteln. Und ihr habt scheinbar viele Kleinteile (10000 Stück) die Ihr weiterverarbeitet ZSB oder?
Ich kenne Zeichnungen wo hundert Prüfmaße drauf sind. Wer sagt welches Prüfmaß ihr prüfen sollt der Kunde? Der möchte ein i.O.
Endprodukt mehr nicht. Ist eine Entkontrolle bei euch vorhanden?
Es müßte ja irgendwo geschrieben stehen evtl.
in der QSV mit Lieferanten?
Oder sind es noch "alte" Festlegungen bei euch "Das haben wir schon immer so gemacht"?
Kläre mal ab.
Um die Prüfmaße weniger zu prüfen könntest du auch eine Staffelung wie bei den Teilen (siehe Oben)festlegen.
WE Länge 5x i.O. geprüft = 2x aussetzen.
WE Breite u.s.w.
Verlagere doch evtl. Prüfungen in die Fertigung.
Punkt 3
Der Ablauf von Prüfungen ist bei euch doch in einer VA oder AA beschrieben oder?
Hier brauchst du nur eine Überarbeitung vornehmen und einen Verweis auf euer Skip Lot und Prüfumfang machen.
Beispiel: Der WE und die Anzahl der Prüfteile erfolgt nach Prüfanweisung xyz.
Falls noch fragen bitte melden.
Tschüß
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