Hallo,ich weiß, dass dieses Thema hier eigentlich nicht so recht passt, aber vielleicht kann mir doch jemand helfen:
Seit heute gilt bei uns eine neue Regelung über das Rauchen. Generell nur in Pausen (find ich nicht übel), aber auch in den Pausen nur im Raucherraum. Auch ausserhalb des Gebäudes ist das Rauchen untersagt.
Meine Frage: Ist das so rechtens? Kann der GF hingehen und auf dem gesamten Gelände das Rauchen untersagen?
Die Belegschaft ist.. na ja... red mer net drüber......
Ich würd ja verstehen, wenn er sagt, im gesamten Gebäude Rauchverbot...
Dino
Antworten:
Hallo Dino,
rechtens ist das schon, der GF hat ja auch eine Fürsorgepflicht gegenüber den Nichtrauchern und wegen der potentiellen Gefährdung durch offenes Feuer, Zigarettenkippen, usw.
Für mich würde sich eher die Frage stellen: Ist das sinnvoll? Wenn die Belegschaft da eh nicht mitmacht, dann kann man sich sowas auch gleich sparen ;-)
Viele Grüße
Barbara
~~~ Der Sinn des Lebens ist 42. ~~~
moin!
also ich sage mal: ja, er kann. allerdings wäre ich so konsequent und würde es komplett verbieten.
grüße
hacki
Hallo Dino,
Barbara und Hacki haben Recht, "er darf".
Ich habe vor kurzem ein Urteil vom Arbeitsgericht gelesen, in dem dies bestätigt
wurde. Bei einem Betrieb in dem ich mal
gearbeitet habe, wurde noch einer drauf gelegt, da mußte jeder Raucher Abstempeln und anschließend wieder Anstempeln - wenn es jemand vergessen hatte bekam er eine Abmahnung.
Hintergrund war die dortige GL, die wollten
die Sucht nicht auch noch bezahlen.
Aber am Arbeitsplatz nicht Rauchen gehört
doch heute schon dazu, also ich kenne es
(als Raucher) nicht anders.
Gruß aus dem Outback
Stefan
Hallo,
das ist alles so nicht ganz richtig:
Er darf das Rauchen in bestimmten Bereichen verbieten, muss aber Alternativplätze anbieten.
Er darf mir nicht verbieten zu rauchen, er greift damit in mein Persönlichkeitsrecht ein. Auch darf er nicht sagen, er will meine Sucht nicht finanzieren. Damit bezeichnet er mich als krank.
Wenn er "Gesundheitsförderung" anführt, muss er sogar ein Programm zur Entwöhnung anbieten.
Ich glaube, die GF machen es sich etwas einfach.
Weitere Meinungen (am liebsten sogar fundierte Urteile) sind willkommen.
Dino
also in öffentlichen gebäuden ist rauchen seit 2003 untersagt. es gibt auch keine "raucheecken" mehr. das kenne ich so von meiner ehem. hochschule.
außerdem würde ich behaupten, daß der schutz der persönlichkeitsrechte der nichtraucher höher wiegt als der der raucher (-->sucht!)
er aber wirklich das recht, in seinem gelände das rauchen zu untersagen.
meine persönliche meinung: ich hab nix gegen eine fluppe, aber es hat mich damals an der hs echt genervt, nach einem essen in der cafeteria zu stinken wie nach einem kneipenbesuch. ein rauchverbot kratzt mich wenig, weil ich nicht rauche.
warum geht ihr nicht vor das betriebsgelände?
Hallo Hackilein,
kommen wir doch mal zum Thema: Das Ganze Ding heißt ja wohl: Mitarbeitermotivation!
Ich als QMB darf mir irgendwas aus dem Hirn drücken, dann kommt die GF und sagt: Also, Leut, ihr dürft hier und da und dort net mehr rauchen.
Suuuuper Motivationsschub.
Ja, wir gehen vor die Tür. Sieht aber auch toll aus, wenn dann die Kunden kommen und die halbe Belegschaft qualmt vor der Tür.
Wie gesagt, ich bin Raucher, aber ich versteh die Steuersparer, die halt net vollgequalmt werden wollen.
Nur, ich fühl mich gerade benachteiligt.
Aber ist das nicht wieder ein Punkt mehr in die Richtung der totalitär überwachten Arbeitswelt??
(Darf man in China noch rauchen??)
Dino (qualmt.. vor Wut)
Hallo Dino,
schau mal in Dein Postfach, kann den link
hier leider nicht Einfügen.
Gruß Stefan
Hallo Rudolf,
hab ich bekommen, danke.
Bestätigt aber eigentlich das, was ich vermutet habe.
Dino
Hallo QM-Dino,
ich versteh das glaub ich nicht ganz:
- Der AG verbietet Rauchen an bestimmten Orten-> Rechtens, da eine Handlungs-/Unterlassungsanweisung
- Er erlaubt das Rauchen an anderen Orten in den privaten Pausen-> schön für die Raucher.
Spiel das Thema mit urinieren durch, ich finds logisch :-) (+ auch keine sucht)
Im Ernst: Ich sehe keinen Fehler der GF, außer dem berühmten Ton..
lg,
hccv
Hallo Hccv,
also laut § 75 Betriebsverfassunggesetz darf
"Er" das Rauchen im Betrieb untersagen, aber auf dem Gelände nicht so einfach.
Setzt natürlich voraus das dort keine Gefahrstoffe lagern - wer Raucht schon neben
einem Bezintank ? - , denn dort werden Nichtraucher nicht belästigt.
Gruß Stefan
Hallo,
genau das ist es.
Es ist meiner Meinung nach unlogisch, das Rauchen in einem geschlossenen Raum zu erlauben aber im Freien zu verbieten.
Andersrum würde es eher passen, denn draußen belästige ich die Nichtraucher (die ich durchaus verstehe) weniger, denn innerhalb eines Gebäudes ist immer der Qualm irgendwo.
Ausserdem muss ich innen öfter renovieren.
Aber es ist damit wie mit allen anderen Themen: Es gibt nicht richtig oder falsch.
Ich finds nur vom Standpunkt der Motivation arm, es so zu handhaben.
Dino
@ Dino
sach mal, "was" rauchst du denn??? :D
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@ Dino
sach mal, "was" rauchst du denn??? :D
[/quote]
Wie meinst das??
Auch wenn ich ursprünglich aus dem grenznahen Gebiet von Holland komme ..... ich geh nicht in den "Coffee-Shop"....
Ich unterstütz nur die innere Sicherheit Deutschlands, indem ich ordnungsgemäß in Deutschland versteuerte Tabakwaren käuflich erwerbe und konsumiere....
Ansonsten: In meiner Pfeife rauch ich all die, die meinen, nen armen alten QM ärgern zu müssen :-)
Dino
das mit den versteuerten räucherwaren ist sehr löblich ;)
habt ihr keinen hinterausgang oder einen hof, wo raucher geduldet wären (auch von der GF)? oder ist das reine schikane?
Ich persönlich bin schwache Raucherin, d.h. ich komme mit 2 bis 3 Zig. am Tag aus. Mir persönlich ist diese selbstverständliche Raucherei am Arbeitsplatz ein Dorn im Auge. Die im Büro rauchen lüften den ganzen Tag so dass man sich bald totfriert, die in der Produktion rauchen machen im größten Recht ein Raucherpäuschen denn schließlich sind sie Raucher. Mich stört diese Selbstverständlichkeit die vom Arbeitgeber erwartet wird. Ich würde ein komplettes Rauchverbot ganz klar befürworten und auch das Abstempeln für die Raucherpause.
[quote]
das mit den versteuerten räucherwaren ist sehr löblich ;)
habt ihr keinen hinterausgang oder einen hof, wo raucher geduldet wären (auch von der GF)? oder ist das reine schikane?
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Hallo Hackilein,
das ist ja das Thema im Moment.
Es gibt einen Raucherraum, in dem in den Pausen (nur in den Pausen, aber das ist ok) geraucht werden darf, ansonsten ist auf dem gesamten Gelände das Rauchen untersagt worden.
Und damit habe ich ein Problem. Ich muss nun, wenn ich im Freien rauchen will, das Gelände verlassen.
Der Betriebsrat hat diesen Passus "überlesen". Na ja.. wer lesen kann hat Vorteile im Leben.
Und das ist ja der Punkt gewesen. Ich soll, im Auftrag der GL, mir Gedanken machen, wie ich die Mitarbeiter motivieren kann, wie ich die Zufriedenheit der MA steigern könnte... und dann hauts mich um, wenn ich sowas lese... denn davon hat die GL mir nix erzählt.
Dino
Hallo,
Leute, Leute soviel juristische Kaffeesatzleserei habe ich lange nicht gelesen. Ich denke QMler sind korrekte und systematisch denkende Menschen.
Es gibt ganz klare gesetzliche Regelungen für das Thema.
Gesetzliche Grundlage ist die ArbeitsstättenVO - § 3a Nicht-raucherschutz; Schutz vor Passivrauchen am Arbeitsplatz.
Zur Erklärung:
Der Arbeitgeber darf das Rauchen generell verbieten, d. h. im gesamten Unternehmen - egal ob drinnen oder draußen. Der Arbeitgeber darf die Rauch(Kunst)pausen sogar nacharbeiten lassen.
Wenn er wirklich sehr nett ist, dann richtet er spezielle Raucherecken ein und rechnet die Arbeitszeit, die sich die Raucher gegenüber den Nichtrauchern außerhalb der Pausenzeiten gönnen, nicht negativ an.
Für die Einrichtung von Raucherecken gibt es keinerlei Verpflichtung.
Als überzeugte Nichtraucherin finde ich die Rechtlage voll in Ordnung. Denn nur selten fühlt sich ein Raucher durch einen Nichtraucher gestört oder?
Gruß
Vivian
(quote)
Hallo Hccv,
also laut § 75 Betriebsverfassunggesetz darf
"Er" das Rauchen im Betrieb untersagen, aber auf dem Gelände nicht so einfach.
Setzt natürlich voraus das dort keine Gefahrstoffe lagern - wer Raucht schon neben
einem Bezintank ? - , denn dort werden Nichtraucher nicht belästigt.
Gruß Stefan
@Stefan:
Wer neben einem Benzintank raucht ?
Der klassische Anwärter auf einen "Darwin Award"!
Sagt euch nix ?
Google wird für Klärung sorgen....
Gruß
Evereve99
Hallo zusammen,
was lernen wir jetzt daraus?
Das ganze ist weniger eine Frage des "Was darf ich tun?", sondern wie gehe ich mit meinen Mitarbeitern um.
Wenn ich den Mitarbeitern ihre Rauchpause gönne und sie sich dabei abteilungsübergreifend austauschen, kann auch viel Produktives dabei rumkommen und die Motivation steigern, sich mit internen Problemen auseinander zu setzen.
Beispiel: Forschungszentrum einer international engagierten Pharmafirma schafft Freiräume für die Mitarbeiter in der Cafeteria, damit die ihre Gedanken schweifen lassen können und sich austauschen. Es kann so oder auch anders herum funktionieren.
Beste Grüße
QMarc
Ich bin schon der Meinung dass die GL auf ihrem Gelände das Rauchen untersagen kann. Jedoch schon den kranken Rauchern (Sucht ist ja eine Krankheit) eine Entwöhnung anbieten sollte.
Bei uns wird es nun so gehandhabt, dass an Prüfplätzen nicht geraucht wird, jeder jedoch die Möglichkeit hat, eine im Pausenbereich zu rauchen. So sind die Nichtraucher im Arbeitsbereich vor dem Qualm geschützt. Ausserdem verqualmen die meisten Zigaretten im Aschenbecher da man garnicht dazu kommt, sie "zu genießen". Weiter geht es dadurch, dass man dadurch, dass man die Zigarette "Intensiver" raucht, weniger raucht. Ist natürlich auch besser für die Gesundheit.
Auf dem kompletten Gelände würd ich es nicht verbieten. Dann gehen die Leute doch eh nur öfter aufs Klo.
Das Argument "Auch darf er nicht sagen, er will meine Sucht nicht finanzieren. Damit bezeichnet er mich als krank." finde ich nicht passend. Ich als Raucher bin krank. (Suchtkrank).
Jedoch auf dem gesamten Gelände das rauchen verbieten... Und beim vergehen droht eine Abmahnung? Dann kann es auch andere Gründe geben :-)
@QM-Dino: Hast du dazu eine genaue VA wie du deine Zigaretten erwirbst und konsumierst ? *g*
@Vivian: Weil Raucher sich nicht von Nichtraucher gestört fühlen, heisst es sie sind tolleranter ? :-)
Ich habe auch kein Problem, wenn ein Nichtraucher sich mal 5 Minuten wegsetzt und einen BonBon lutscht.
Ich wünsche euch einen schönen Abend! Finde es klasse bei euch!
Viele Grüße
Timoh
geändert von - timoh on 05/07/2005 19:40:42
Hallo,
@ Vivian: Du liegst falsch, wenn du denkst, dass er es überall verbieten kann.
Es gibt mittlerweile mehrere Urteile, die genau das Gegenteil aussagen.
Er kann:
Es in den Betriebsräumen verbieten.
Es während der Arbeitszeit verbieten.
Aber er kann es nicht auf dem gesamten Gelände verbieten.
Wenn er dies tut, weil er der Meinung ist, die Gesundheit seiner MA fördern zu wollen, greift er in die Persönlichkeitsrechte ein.
Sooo einfach ist es nämlich nicht.
Auch ein GF ist kein totalitärer Herrscher, zum Glück.
Aber es geht nicht darum, was er darf oder nicht darf. Es geht um das "miteinander umgehen".
Anderes Beispiel: Bei einem früheren Arbeitgeber mussten aus der Kantine alle Speisen verbannt werden, die auch nur im geringsten mit minimaler Alkoholkonzentration behaftet waren (Schokopudding mit Eierlikör, Herrencreme, alles mit Rumkonzentrat, Rotweinsaucen etc.) weil die anonymen Alkoholiker nicht in Versuchung geführt werden durften.
Dies ging aber von den AA aus, eine gesetzliche Verpflichtung dazu besteht nicht.
Denn die schaden sich ja nur selber.
Wir Raucher im Gegenzug schädigen unsere Nichtraucher, wenn wir mal eine qualmen und dabei noch immense Steuern abdrücken.
Es wäre doch so einfach zu lösen: Raucherecke im Freien. Nur in den Pausen.
Damit könnten wir Raucher hier alle leben.
Dass ich im Büro net qualme ist für mich ne Selbstverständlichkeit. Nur:
Wenn mein Chef behauptet, dass ich krank bin und mich dann bevormundet fühle ich mich diskreminiert.
So.... nun könnt ihr wieder auf mir rumhacken....
Bin halt ein Dino... und mit 65.000.000 Jahren wohl doch ein Fossil.
Dino
@ QM-Dino
Du schreibst "Wir Raucher im Gegenzug schädigen unsere Nichtraucher, wenn wir mal eine qualmen und dabei noch immense Steuern abdrücken."
Hast Du mal darüber nachgedacht, dass die Raucher mehrere Millarden Euro Kosten p.a. für die Krankenkassen produzieren, die ich als Nichtraucher mit bezahlen muss. Das Argument, dass Du mehr Steuern bezahlt kann nicht ziehen, da die Tabaksteuer, selbst wenn Sie direkt an die Krankenkassen gehen würden, die Kosten nicht decken.
"Wenn mein Chef behauptet, dass ich krank bin und mich dann bevormundet fühle ich mich diskreminiert."
Eigentlich wollte ich jetzt über Sucht und Krankheit schreiben, aber ich glaube, dass lasse ich lieber, denn sonst geht das Thema weg von Deinem ursprünglichen Grund für diesen Thread weg.
Eins möchte ich aber doch loswerden. Interessant wird dieses Thema, wenn das Diskriminierungsgesetz verabschiedet wird. Und meiner Meinung nach kommt das.
Gruß aus Bayern
el verde
Gruß
el verde
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Wer Tipp- und Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten.
Hallo zusammen,
lasst doch die armen Raucher, sie sind doch nützlich:
- Extra Steuerzahler
- oft kürzere Krankheit vor dem Tod-> weniger Krankenkassenbelastung
- kürzere Lebenszeit-> weniger Rentenkassenbelastung
- (persönlich: mein Arbeitsplatz (Lungenforschung..) wird damit bezahlt)
Die Regierung ist doch in (noch) einer volkswirtschaflichen Zwickmühle: Rauchen abschaffen kostet Mrd. passiv, die Steuerausfälle sind da eher ein Witz. Andererseits soll sie ja Pro Populi sein..
Zum Thema zurück: Solange euch diskriminierter Minderheit ein Raum gegeben wird, in dem die persönlichen Gelüste (nicht Sucht..) ausgelebt werden können, könnte man das ja auch als Bonus sehen, da ihr nich draussen im Schnee und Regen rauchen müsst. Die Beweggründe eurer GF sind wohl eher nicht hier im Forum zu finden.
Ich bleib dabei: der berühmte Ton..
Mal schauen, wie viel heiße Luft noch zu dem Thema ins Forum geblasen wird.. :-)
Liebe Grüße,
hccv
Hallo zusammen,
selten war ein Thread derart schnell angezündet!
Ganz egal ob bzw. wo der GF das Rauchen verbietet oder verbieten darf: Die viel wichtigere Frage ist doch, welches Verbot / Gebot dabei hilft, dass a) Nichtraucher geschützt und b) Raucher arbeiten.
Sinnvoll ist es dann, arbeitsplatznahe Raucherecken einzurichten, die so abgelegen sind, dass die Büros nicht vollqualmen, die von Kunden nicht eingesehen werden können und die dennoch gut erreichbar sind. Ein Rundumschlag ohne vorab die zu informieren, die das alles mittragen müssen, hilft weder bei der Umsetzung noch ist das ein Ansporn zum motivierten Arbeiten.
Wenn ich alleine an die Arbeitszeit denke, die durch Diskussionen im Rahmen dieser Umsetzung, Gespräche / Ermahnungen bei Nichteinhaltung etc. draufgeht, dann ist das für den GF ein echtes Minus-Geschäft.
Ein Irrtum ist übrigens, dass Raucher das Gesundheitswesen verteuern (s. Krämer & Trenkler [1996]: Lexikon der populären Irrtümer, Eichborn Verlag, S. 256ff.) Vereinfacht gesagt sterben Raucher früher und kosten deshalb nicht so viel wie Nichtraucher, die gerade im Alter teure Therapien bezahlt bekommen.
Viele Grüße
Barbara
~ Es gibt drei Arten von Menschen: Solche, die zählen können und solche, die nicht zählen können. ~
Hallo (vor allem an QM-Dino)
das Thema wird äußerst emotional diskutiert. Die sachliche Diskussion bleibt leider bei vielen Beiträgen auf der Strecke.
Fakt ist, es gibt ein entsprechendes Gesetz zum Nichtraucherschutz. Jedem Chef, Raucher oder Nichtraucher steht es frei, die Geschichte für sein Unternehmen durch einen Richterspruch entscheiden zu lassen.
Zum Thema Sucht und Abmahnung. Eine Zigarettensucht - auch wenn es letztendlich eine Sucht ist - gefährdet den Mitarbeiter nicht unmittelbar bei der Ausübung seiner Tätigkeit, z. B. Einschränkung der Fähigkeit Maschinen zu bedienen. Bei Alkohol oder bewusstseinsdämpfenden Drogen düften die Folgen jedem klar sein. Eine Abmahnung wegen Rauchens wäre in diesem Falle wohl überzogen.
Turnt der Mitarbeiter jedoch mit seiner Zigarette auf der Leiter herum und stürzt ab, weil er die Zigarette in der Hand hatte und sich dadurch nicht festhalten konnte, könnte es passieren, dass ihm Fahrlässigkeit unterstellt wird.
Hallo TimoH
@Vivian: Weil Raucher sich nicht von Nichtraucher gestört fühlen, heisst es sie sind tolleranter ? :-)
Ich habe auch kein Problem, wenn ein Nichtraucher sich mal 5 Minuten wegsetzt und einen BonBon lutscht.
Darum geht es nicht. Der Nichtraucher muss den Rauch mit einatmen und raucht passiv mit.
Die Formulierung ist konkret so gemeint: Viele Nichtraucher fühlen sich durch Raucher gestört, doch die Raucher kümmert das selten. Du sitzt in der Mittagspause auf einer Bank und reckst die Nase in die Sonne. Promt setzt sich ein rauchender Kollege neben dich und verstänkert dir die Mittagspause. Sehr viele Raucher vergessen einfach den Anstand, weil ihre Sucht und die Toleranz in der Öffentlichkeit für sie selbstverständlich ist. Für mich ist es nicht selbstverständlich, den Mief immer und überall einzuatmen.
Ein Bonbon verursacht außer Karies keine Emmissionen.
Vivian
Hallo erstmal.
Bingo Babara!
Es wird zuviel an Zeit "verbabbelt", als das ganze wert ist.
In meinem Ex-Betrieb war das rauchen polizeilich verboten, aber es gab Raucherzimmer (igitigit) und vor der Kantine (sog. Blue Room) ware es auch erlaubt.
Das ganze wurde eben auch genutzt, um sich über geschäftliche Dinge zu unterhalten und sich auszutauschen. Das haben aber die Nichtraucher nicht bemerkt sindern immer nur gestänkert "Die arbeiten weniger weil sie immer dort rummstehen".
Darunter waren auch Sportler (NR), die sich beim Fussball schon mal ein Band abrissen oder einen Knöchel brachen. Nun----die haben dann für 3-6 Wochen überhaupt keine Leistung erbingen konnten, unter Fortzahlung des Lohnes natürlich!
Ich denke als Raucher kann man die "Kunstpausen", ín der man seiner Sucht nachgeht, immer kompensieren.
Denke da auch an Meetings, die eigendlich nur der Profilneurose von hochdotierten Managern dienten und außer Bla Bla Bla nichts rumkam.
Spruch des Tages:
Was Menschen tun, um ein Problem zu lösen, ist oft genau das, was das Problem hervorruft.
Paul Watzlawick
Gute Zeit!
Qualyman - Qualitäter aus Überzeugung !
Hallo zusammen,
und wer erklärt jetzt das Grundsätzliche Problem der MA-Motivation? Ich verstehe Dich, QM-Dino, in diesem Aspekt voll und ganz. Du willst motivieren, alles absprechen und die GL legt einfach fest. ...wie bei uns. Das nervt.
Was kommt von den Mitarbeitern als nächste Vorschläge? ...hier rauchen, da nicht rauchen, überhaupt rauchen ... Es wurde eine richtig schöne Welle ausgelöst.
Grüße aus dem Filstal
D.S.
ok, Dino
gehen wir das ganze mal sachlich an 8damit wir dir auch helfen können und nicht nur auf den rauchern rumhacken):
wieviele mitarbeiter (prozent der belegschaft) rauchen? --> sind es "viele" , dann mach dem GF klar, daß es der motivation dienlich ist und so weiter...
du kannst ja da durchaus das argument mit dem innerbetrieblichen erfahrungsaustausch bringen. und die einrichtung von blauen zonen könnt ihr ja auch mit ansprechen...
grüße
hacki
Au weh....
da hab ich ja was angerichtet.....:-)
Ok, sachlich:
Es ging (und geht) um der Problem der Motivation. In der TS wird gefordert, dass man Maßnahmen ergreift, um die MA zu motivieren. (Werden Maßnahmen zur Demotivation als Abweichung gewertet??)
Ich meine, wir denken uns tolle Sachen aus, machen Umfragen, drücken uns ein Vorschlagswesen aus dem Hirn. Dann lesen wir die Ergebnisse der Umfrage und sehen, dass die Zufriedenheit schon wieder mal gesunken ist.
Dann kommt die Zielvorgabe: Steigerung um x Prozent......
Kaum hat man irgendwie was erreicht, kommt einer mit nem Bulldozer......
Und das habe ich gemeint. Wie geht ihr mit sowas um? Wie komme ich aus dem Dilemma raus?
Und wie sehen die Damen und Herren des Betriebsrates das Ganze?
Lasst uns mal ehrlich sein: Oft sind es Kleinigkeiten, die einem den Spaß vermiesen. Und dann summiert sich das, die MA kündigen innerlich und lassen sich nicht motivieren.
Dino
Nun fangma mal im MA an. Manche MA haben nun gewisse Grundbedürfnisse. Nennen würden wir diese die satisfied und dissatisfied Faktoren. Das Deutschland aber eines der tolerantesten Kulturen überhaupt ist das ist wahrscheinlich auch nicht neu. Also ergibt sich dadurch immer ein Kompromiss der gefunden werden kann- > somit vielleicht auch eine Grauzone mit den die rauchenden und nicht rauchenden leben können.
Aber wenn mir als Auditor dies als ein punkt zur Motivation dargelegt worden wäre , würde ich mich fragen ob diese Fa wirklich keine anderen Probleme hat die man angehen könnte.
:-)
Gruss
robbob
So, jetzt muss ich auch mal meinen Senf dazugeben :-))
Natürlich ist es rechtens, wenn er das Rauchen auf dem Gelände untersagt, da er ja Raucherräume eingerichtet hat; das die Raucher jetzt auch noch spezielle Wünsche für die Örtlichkeiten Ihrer Suchtbefriedigung verlangen können ist ja wohl ....
Und natürlich in den Pausen nur im Raucherraum, da ich mich beim Essen in der Kantine auch ein wenig gestört fühlen würde, wenn ein paar Leute direkt neben mir sich eine Zigarette anzünden würden.
Ich denke einfach das mit einem gewissen Maß an Toleranz von beiden Seiten sich da eine Lösung finden lassen wird.
@Vivian
Dein Vergleich mit der Mittagspause auf der bank hinkt ein wenig, manche Personen (Raucher und Nichtraucher) vermiesen mir vor allem bei Hitze auch ohne Zigarette die Lust / die Luft ;.))
P.S.: Ach ja, das mit dem Abstempeln zum Rauchen finde ich zumindest für Angestellte ziemlichen Quatsch. Was mache ich zum Beispiel, wenn mich in dem Moment ein Kunde/Kollege auf dem Handy anruft ? Nicht rangehen ? Oder wenn mich ein Kollege, der auch am rauchen ist was berufliches fragt ? Nicht antworten ? und wenn ich doch rangehe/antworte, soll ich dann bei der personalabteilung anrufen und sagen:" Schreibt mr bitte 6 Minuten wieder gut, da ich telefoniert habe." ?
Ach ja, Mist, ich stempel ja gar nicht, aber das ändert an meiner Einstellung nichts ;-))
Um mal auf die Frage von Dino zurückzukommen:
Wenn eure Mitarbeiter nur dieses Problem haben, dass sie jetzt nicht mehr draussen sondern nur noch in den Raucherräumen rauchen dürfen scheint es eurer Firma wirklich noch gut zu gehen ....
Ach ja, ihr dürft mal raten, ob ich Raucher oder Nichtraucher bin ;)
"Um mal auf die Frage von Dino zurückzukommen:
Wenn eure Mitarbeiter nur dieses Problem haben, dass sie jetzt nicht mehr draussen sondern nur noch in den Raucherräumen rauchen dürfen scheint es eurer Firma wirklich noch gut zu gehen ...."
Hallo....
nochmal zum Verständnis:
Es geht nicht (nur) ums Rauchen...
Es geht darum, dass man Mitarbeiter motivieren oder demotivieren kann.....
Tausend Tropfen bringen ein Glas zum überlaufen....
Das ist gemeint.....
Dino
Vivian: Sollte kein Angriff sein :-) Ich hatte deine Äußerung schon verstanden. Ich selber respektiere ein Rauchverbot und rauche Nichtraucher auch nicht an.. Gehört sich ja nicht. Sie essen ja auch nicht Knoblauch und hauchen mich die ganze Zeit an. (Abgesehen davon, dass es ja auch schädlich ist)
Diese Diskussion entwickelt sich hier aber anders, als es der Autor wollte,denke ich mal. Finde es aber gut, so viele Meinungen zu lesen. Das gibt echte Denkanstöße.
Viele Grüße
Timoh
@Dino
wie seid ihr denn nun vorangekommen mit dem gerauche? und der motivation im allgemeinen?
gruß
hacki
Hallo Hackilein,
also, wegen der Qualmerei simmer noch net weiter, aber der BR hat gesagt: Ohhh...das mer net mer im Freien rauchen darf, des hammer net glesen......(Suuuper... oder??)
Und Motivation??? Null... muss ich ehrlicherweise so sagen.....und wie ich die Leute nun wieder ins Boot kriegen soll.... vielleicht kann mir das mein Psychater sagen... wenn ich denn einen hätte....
Dino
>>Ich höre und vergesse.
Ich sehe und erinnere.
Ich tue und verstehe.
Konfuzius (um 551 v. Chr. ? um 479 v. Chr.), chinesischer Philosoph<<
Dino, du als qmb (biste doch??) hast doch das recht, jederzeit beim GF vorzusprechen und dinge, die das QM betreffen, zu besprechen. hast du da keine möglichkeit, dich mit dem oder der GF zu einigen? oder ist es bei euch eher so: gehe nie zu deinem fürst, wenn du nicht gerufen wirst!
gruß und kopf hoch
hacki
Hallo,
na ja.. ich schimpf mich QMB...
Und das Thema ist auf der Agenda für das nächste Mal....Ob ich was erreiche... mal sehen......
Dino
Hallo,
ein generelles Rauchverbot ist dann erforderlich, wenn anders der Nichtraucherschutz oder die Betriebssicherheit nicht gewährleistet werden können.
Es muss aber die Verhältnismäßigkeit gewahrt bleiben. Es ist nicht Aufgabe des Arbeitgebers, Raucher zur Entwöhnung zu zwingen.
Ein generelles Rauchverbot ohne zwingende Begründung (s. o.) würde gegen das Grundgesetz (Recht auf Persönlichkeitsentfaltung) verstoßen. In der Regel muss daher den Rauchern die Möglichkeit gegeben werden, unter bestimmten Umständen (zum Beispiel in Raucherzonen) zu rauchen.
Frank R.
Hallo QM-Dino,
ist denn Euer Betriebsrat nicht auf die Idee gekommen, mit der GF zu diesem Thema eine Betriebsvereinbarung abzuschließen, in der genau geregelt wird, wo noch geraucht werden darf? Ein Bespiel aus meiner Praxis:
Ich arbeite in einem großen Chemieunternehmen, was sich das Firmengelände mit dem Chemieunternehmen teilt, von dem es rausverkauft wurde. Im Produktionsbereich ist (und war immer) selbstverständlich das Rauchen verboten;darüber muss man nicht diskutieren. Bis vor ca. 2 Jahren war in der Verwaltung und in den Verwaltungskasinos (hier in festgelegten Bereichen) das Rauchen überall erlaubt. Mit der Regelung über die Arbeitsstättenverordnung wurde eine Regelung auch für die Verwaltung notwendig. Der Betriebsrat hat daraufhin mit der GF eine Betriebsvereinbarung abgeschlossen. Nach dieser ist das Rauchen nur noch in den Einzelbüros und in - inzwischen hergerichteten - Raucherräumen erlaubt. Vor den Verwaltungsgebäuden wurden Aschenbecher angebracht, da in den Vorhallen auch nicht geraucht werden darf. Zusätzlich übernimmt -bei Interesse - der Arbeitgeber die Kosten für ein Nichtraucher-Seminar. Zu Beginn dieser Regelungen hat es noch mächtig viel Aufregung gegeben - seitens der Raucher (verständlich), aber auch seitens einiger Nicht-Raucher, die dann anfingen, den Rauchern die Zeiten, die diese nicht am Arbeitsplatz sind, vorzurechnen. Zum Glück hatte sich aber diese Art "Diskussion" schnell erledigt. Inzwischen haben sich alle mit den bestehenden Regelungen arrangiert.
Zum Abschluss noch soviel: Wenn die Motivation der Belegschaft ohnehin schon unten ist, dann ist dieses "per ordre de mufti"-Verfahren natürlich umso mehr geeignet, alles gegen Null zu fahren.
Und liebe Nicht-Raucher (ich bin übrigens auch eine): Es gibt soviel Schlimmeres auf dieser Welt als unsere rauchenden Mitbürger!
Gruß
Elke
Hallo Elke....
wie ich bereits schrieb, unser BR hat zwar die Vereinbarung gelesen, aber nicht verstanden.....
Dino
Hallo QM-Dino,
das ist schade. Der BR sollte nicht nur (genau) lesen + verstehen, sondern auch aktiv aushandeln. Also bei der nächsten BR-Wahl Konsequenzen ziehen.
Einen schönen Tag noch.
Gruß
Elke
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